Robert Roth von Truly
Riskin - Matt Brown
Robert Roth von Truly
11.02.2026

Truly - Comeback 2026

Eine der rätselhaftesten Bands der 90er meldet sich zurück – Werden sie damit endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen damals entging?

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GRUNGE

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Wer sind Truly?

Biografisch betrachtet ist die Geschichte von Truly eine der faszinierendsten Fußnoten der 90er, weil sie mit Figuren beginnt, die selbst Wegmarken einer Ära gesetzt haben. Hiro Yamamoto, Gründungsbassist von Soundgarden, verließ die Band, bevor der ganz große Durchbruch kam, aber sein Einfluss auf den frühen Seattle-Sound bleibt unbestritten. Mark Pickerel, Gründungsschlagzeuger der Screaming Trees, prägte mit seinem Stil die gesamte Frühphase der Szene. Robert Roth wiederum wusste, wie man Psychedelic-Rock, Alternative und Grunge miteinander spielt. Zusammen ergaben sie eine Formation, deren Potenzial auf dem Papier genial wirkte, in der Realität jedoch fast unsichtbar blieb.

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Zwischen Kult und Vergessen

Rückblickend erscheinen Truly wie eine Band, die immer ein paar Grad neben der Szene stand. Nicht abseits, aber auch nicht mittendrin. Das machte sie zu einem Geheimtipp, aber auch zu einer Band, die viele erst viel später entdeckten. Dass sie nie die gleiche Aufmerksamkeit bekamen wie Nirvana, Pearl Jam oder Alice in Chains, lag weniger an ihrer Qualität als an der Tatsache, dass sie in einer Phase veröffentlichten, in der die Welt glaubte, schon alles über Grunge gehört zu haben.

Um zu verstehen, warum das Comeback von Truly heute eine solche Resonanz erzeugt, lohnt sich ein Blick auf die zeitliche Einordnung. Der frühe Seattle-Sound von Soundgarden, Green River und Screaming Trees formte eine Szene, die zwischen 1987 und 1990 aufbrach. Mit 1991 und den Alben „Nevermind“, „Ten“ und „Badmotorfinger“ explodierte diese Welt und wurde über Nacht global. Die Phase zwischen 1993 und 1994 war der Moment, in dem Grunge zum Mainstream wurde. Doch nach dem Tod von Kurt Cobain entzog sich das Genre selbst die Grundlage. Genau in diesem Übergang lagen die entscheidenden Jahre von Truly. Ihre Musik war nicht mehr Teil der ursprünglichen Aufbruchstimmung, aber auch nicht kompatibel mit der Post-Grunge-Ästhetik

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Neue Songs, neue Tour, neue Aufmerksamkeit

Truly fühlen sich heute aktueller an als zu ihrer eigentlichen Zeit. Die Band stand für eine Art von Grunge, die sich mehr für Tiefe als für Lautstärke interessierte. Wenn sie jetzt ins Studio gehen, dann spricht vieles dafür, dass sie dort weitermachen, wo sie 1995 aufhörten: kompromisslos, eigenwillig und mit einer musikalischen Handschrift, die in ihrer Introvertiertheit erstaunlich modern wirkt. Vielleicht wird 2026 das Jahr, in dem Truly endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen damals entging.

Truly - Chlorine

Chlorine
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