Nirvana zurück bei den VMAs
Mehr als 30 Jahre nach ihrem ersten VMA-Auftritt kehren Nirvana zurück. Die Band wird für ihr Vermächtnis geehrt. Auch Madonna und George Michael prägen den Abend.
Mehr als 30 Jahre nach ihrem ersten VMA-Auftritt kehren Nirvana zurück. Die Band wird für ihr Vermächtnis geehrt. Auch Madonna und George Michael prägen den Abend.
Für Nirvana sprach an diesem Abend nur Krist Novoselic. Nach einem Zusammenschnitt alter Musikvideos und Archivaufnahmen erinnerte er auf der VMA-Bühne an die gemeinsame Zeit mit Kurt Cobain.
„Dieser Award lässt so viele Erinnerungen an die Entstehung dieser Videos aufleben“, sagte Novoselic in seiner Rede: „Die Ideen für diese Videos entstammen alle der Vision eines der größten Künstler aller Zeiten: Kurt Cobain. Kurt war einzigartig.“
Novoselic erklärte auch, warum Nirvana bis heute noch funktioniert.
Nirvana hallt so tief nach, weil die Menschen noch immer hungrig nach Authentizität sind. Nach etwas Echtem, etwas Kompromisslosem. Nach etwas, das dir sagt, dass es in Ordnung ist, so zu kommen, wie du bist. Kurt hätte dieses Vermächtnis geliebt.
Die Geschichte von Nirvana und den VMAs hat in den frühen 90ern angefangen. 1992 gewann „Smells Like Teen Spirit“ die Preise für Best New Artist in a Video und Best Alternative Video. Ein Jahr später holte „In Bloom“ ebenfalls den Award als Best Alternative Video. 1994 gewann „Heart-Shaped Box“ in derselben Kategorie.
Der diesjährige Video Vanguard Award wurde genau 34 Jahre nach dem legendären VMA-Auftritt der Band mit „Lithium“ vergeben. Damals spielte Kurt Cobain zu Beginn den noch unveröffentlichten Song „Rape Me“ an.
Als Nirvana 1994 bei den VMAs nach Cobains Tod einen Preis entgegennahmen, sprach Dave Grohl offen über die Leere, die sein Tod hinterlassen hatte: „Ich bin nicht der gesprächigste Mensch der Welt. Aber es wäre albern zu behaupten, dass es sich nicht so anfühlt, als würde etwas fehlen. Ich denke jeden Tag an Kurt.“
Am 8. April 1994 wird Kurt Cobain tot im Gewächshaus über der Garage seines Hauses in Seattle gefunden. Neben ihm: eine Schrotflinte, Heroin, ein Abschiedsbrief. Die Polizei spricht schnell von Suizid. Kurt ist zu diesem Zeitpunkt mit Nirvana einer der größten Rockstars der Welt. Gleichzeitig krank, abhängig und überfordert vom eigenen Ruhm. In "Kurt Cobain – Zwischen Wahrheit und Wahn I" sprechen Clemens und Fanny über Kurts Kindheit, den Ruhm mit Nirvana und seine letzten Wochen in 1994.
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Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Suizid.
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Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.
Nicht nur für Nirvana waren die diesjährigen VMAs historisch, auch für Madonna. Sie war gleich elfmal nominiert, öfter als jeder andere Act und gewann unter anderem den Artist of the Year Award und setzte sich gegen Ariana Grande, Bruno Mars, Sabrina Carpenter oder Taylor Swift durch.
In ihrer Dankesrede erinnerte Madonna an ihren berühmten Auftritt bei den ersten VMAs 1984. Damals hatte sie Probleme mit ihren Schuhen und improvisierte auf der Bühne. Hinterher habe ihr Manager ihr erklärt, ihre Karriere sei vorbei.
Mehr als vier Jahrzehnte später fällt ihre Bilanz etwas anders aus. „Ich habe das letzte anderthalb Jahre damit verbracht, mich selbst zu finden, an mich zu glauben und wirklich die Musik zu machen, die ich machen wollte“, sagte Madonna. Dem Publikum gab sie mit: „Meine Hoffnung für euch alle hier heute Nacht ist, dass ihr das nächste Jahr oder die nächsten zehn Jahre oder den Rest eures Lebens dasselbe tut.“