Courtney Love (2023)
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Courtney Love (2023)
30.09.2026

Courtney Love: wann kommt das Album?

Courtney Love hat ihr neues Soloalbum nach Jahren der Arbeit abgeschlossen. Einen Veröffentlichungstermin gibt es trotzdem noch nicht – das macht ihr musikalisches Comeback unberechenbar.

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Wütende Musik der 90er: Grunge. Was in Seattle in den USA begann, begeistert noch immer Generationen.


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Wann erscheint das neue Album von Courtney Love?

Wenn Courtney Love sagt, ein Album sei „done“, klingt das zunächst nach einer ziemlich einfachen Nachricht: Platte fertig, Veröffentlichung demnächst. Bei Courtney Love funktioniert die Sache allerdings nicht ganz so ordentlich. Die Sängerin von Hole hat bestätigt, dass ihr seit Jahren erwartetes Soloalbum abgeschlossen ist und dass sie selbst ziemlich überzeugt vom Ergebnis ist. Einen Titel? Gibt es offiziell noch nicht. Einen Veröffentlichungstermin? Ebenfalls nicht. Nicht einmal das Jahr 2026 ist bislang als Release-Zeitraum bestätigt. Die interessanteste Nachricht ist deshalb gerade nicht, wann Courtney Love zurückkommt, sondern dass sie offenbar selbst noch herausfinden muss, wie dieses Comeback aussehen soll. Courtney Love setzte gleich noch einen drauf: „It’s a really good record. I put a lot into it.“ Übersetzt: Das Ding ist fertig, eigentlich schon eine Weile – und Courtney Love hält es für ziemlich gut. Die Aussagen stammen aus einem Video von Courtney Love auf Instagram. Damit beantwortet sie allerdings nur die erste Hälfte der entscheidenden Frage. Denn fertig bedeutet in diesem Fall nicht automatisch: Veröffentlichung steht unmittelbar bevor. Courtney Love nannte weder ein konkretes Datum noch einen Albumtitel.

Courtney Love (2023)
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Courtney Love (2023)

Warum gibt es noch keinen Release-Termin?

Dass Courtney Love trotz eines fertigen Albums keinen Veröffentlichungstermin nennt, wirkt im Streaming-Zeitalter fast ungewöhnlicher als eine unangekündigte Überraschungsplatte. Courtney Love beschreibt ihre Situation allerdings weniger als klassisches Label-Warten und mehr als die Frage, wie sie überhaupt wieder öffentlich in Erscheinung treten möchte. Am Ende ihres Videos spricht Courtney Love darüber, verstehen zu müssen, wie sie diesen neuen Abschnitt angehen will. Gleichzeitig verspricht Courtney Love: „I will be back.“  Der Satz passt zu einer Karriere, bei der Veröffentlichung, Öffentlichkeit und Privatleben bei Courtney Love selten sauber voneinander getrennt waren. Courtney Love war in den 90ern nicht nur Sängerin von Hole, sondern gleichzeitig Musikerin, Schauspielerin, Boulevardfigur und Projektionsfläche für Debatten, die oft weit über ihre Songs hinausgingen. Heute ist die Ausgangslage eine andere. Courtney Love muss sich nicht mehr in den Veröffentlichungsrhythmus einer großen Alternative-Rock-Band einfügen. Sie kann entscheiden, wann und in welcher Form sie zurückkehrt – und scheint sich genau dafür Zeit nehmen zu wollen.

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Courtney Love war während der Aufnahmen schwer krank

Hinter der langen Entstehungszeit steckt bei Courtney Love allerdings mehr als musikalischer Perfektionismus. In ihrem Video berichtet sie von einer schweren gesundheitlichen Krise, die 2019 begann, als sie nach England ging. „My body just exploded“, beschreibt Courtney Love diese Zeit. Nach ihren Angaben war sie immer wieder im Krankenhaus, verlor ihre Haare und wog zeitweise nur noch ungefähr 100 Pfund, also rund 45 Kilogramm. Ärztinnen und Ärzte hätten Courtney Love damals gesagt, sie werde sterben. Gerade dieser letzte Punkt ist wichtig, weil Courtney Love bereits früher öffentlich über schwere gesundheitliche Probleme gesprochen hatte. 2021 erklärte Courtney Love, sie sei im Jahr zuvor wegen einer schweren Anämie im Krankenhaus gewesen und habe ebenfalls fast ihr Leben verloren. Ob und in welchem medizinischen Zusammenhang diese frühere Schilderung mit der nun von Courtney Love beschriebenen Krankheitsphase ab 2019 steht, lässt sich aus ihren aktuellen Angaben nicht zweifelsfrei ableiten. Beides einfach zu einer Diagnose zusammenzurechnen wäre deshalb Spekulation.

Courtney Love & Michael Stipe
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Courtney Love & Michael Stipe

War das für Courtney Love das letzte Album?

Während dieser Krankheitsphase bekam die Platte für Courtney Love offenbar eine sehr konkrete Bedeutung. „When I made it, I believed this was my last record“, schreibt Courtney Love. Deshalb habe Courtney Love genau das Album gemacht, das sie immer habe machen wollen. Viel Zeit verbrachte sie nach eigener Darstellung im Krankenhaus; wenn Courtney Love nicht dort war, habe sie geschrieben und aufgenommen. Ganz allein hat Courtney Love an ihrem neuen Kapitel nicht gearbeitet. In ihrem Beitrag bedankt sich Courtney Love bei mehreren Musikerinnen, Musikern und Wegbegleitern, die sie während der Entstehung des Albums unterstützt hätten. Dazu zählen Michael Stipe von R.E.M., Billie Joe Armstrong von Green Day, Will Sergeant von Echo & The Bunnymen, die frühere Hole-Bassistin Melissa Auf der Maur und Produzent Butch Walker. Courtney Love würdigt dabei ausdrücklich Menschen, die Geduld mit ihr und der schwierigen Entstehungsgeschichte der Platte gehabt hätten. Mindestens ein Teil dieser Zusammenarbeit war schon länger bekannt. Courtney Love hatte bereits vor dem aktuellen Update über Beiträge von Michael Stipe und Will Sergeant gesprochen. Im April 2026 schwärmte Courtney Love gegenüber NME besonders von der Gitarrenarbeit von Will Sergeant. Auch Michael Stipe ist kein zufälliger Name im Umfeld von Courtney Love: Die Verbindung zwischen Courtney Love und dem R.E.M.-Sänger reicht Jahrzehnte zurück. Für das neue Album zählt aber vor allem, dass Courtney Love offenbar bewusst Musiker aus unterschiedlichen Generationen und Spielarten des Alternative Rock zusammengebracht hat.

Heute schon für den 90s90s Countdown abgestimmt?

Wie wird das neue Album von Courtney Love klingen?

Eine belastbare Antwort auf den Sound des gesamten Albums gibt Courtney Love bisher nicht. Einige Hinweise existieren trotzdem. Im Dokumentarfilm „Antiheroine“, der Anfang 2026 beim Sundance Film Festival Premiere feierte, ist Courtney Love bei der Arbeit an neuer Musik zu sehen. Rolling Stone Canada berichtete nach der Premiere unter anderem von einem Song namens „Liz Taylor Blue“ und davon, dass Michael Stipe sowie Melissa Auf der Maur auf mehreren Aufnahmen zu hören seien. Courtney Love arbeitete für die Sessions außerdem mit Butch Walker als Produzenten. Der Dokumentarfilm macht auch deutlich, dass dieses Album für Courtney Love nicht nur ein nachträglich angekündigtes Projekt ist. Die Entstehung neuer Musik gehört zu „Antiheroine“ selbst. Die Regisseure Edward Lovelace und James Hall begleiteten Courtney Love über einen längeren Zeitraum und filmten sie unter anderem im Studio. Beim Sundance Film Festival wurde der Film als Versuch präsentiert, Courtney Love ihre eigene Geschichte erzählen zu lassen, nachdem die öffentliche Erzählung über Courtney Love jahrzehntelang stark von anderen Stimmen geprägt worden war.

Courtney Love - Mono
Courtney Love - Mono

Courtney Loves letztes Soloalbum kam 2004

Musikalisch ist der Abstand größer, als die Formulierung „erstes Album seit 2010“ zunächst vermuten lässt. Das letzte reguläre Studioalbum von Hole, „Nobody’s Daughter“, erschien 2010. Das letzte Album, das tatsächlich allein unter dem Namen Courtney Love veröffentlicht wurde, liegt aber noch weiter zurück: Courtney Love brachte „America’s Sweetheart“ bereits 2004 heraus. Das kommende Werk wäre damit das erste neue Soloalbum von Courtney Love seit mehr als zwei Jahrzehnten. „America’s Sweetheart“ steht in der Geschichte von Courtney Love allerdings nicht unbedingt für eine Phase, die sie heute unbedingt reproduzieren möchte. Die Jahre nach dem vorläufigen Ende von Hole waren bei Courtney Love von musikalischen, persönlichen und öffentlichen Krisen geprägt. 2010 kehrte Courtney Love schließlich mit „Nobody’s Daughter“ zurück, veröffentlichte die Platte jedoch unter dem Namen Hole. Das Projekt war ursprünglich als Soloarbeit von Courtney Love begonnen worden und wurde später als Bandalbum herausgebracht. In ihrem Video macht Courtney Love keinen Versuch, „Nobody’s Daughter“ im Nachhinein zum unterschätzten Meisterwerk umzudeuten. Im Gegenteil: Courtney Love nennt die Reaktion auf das Album sinngemäß eine spektakulär demütigende Erfahrung. Als Beispiel erinnert sich Courtney Love daran, bei einem Festival bereits um elf Uhr morgens gespielt zu haben, während Limp Bizkit und Thirty Seconds To Mars weiter oben im Programm standen.

Kommt Courtney Love jetzt auch wieder auf Tour?

Zumindest der Wunsch ist bei Courtney Love eindeutig vorhanden. „I want to tour more than anything“, schreibt Courtney Love in ihrem Beitrag. Sie wolle singen, weil genau das Körper und Seele glücklich mache. Gleichzeitig bleibt Courtney Love bei der konkreten Planung auffallend vorsichtig. Tourdaten wurden ebenso wenig angekündigt wie ein Veröffentlichungstermin für das neue Album.

Hole (1998)
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Hole (1998)

Ist das ein Comeback von Hole?

Nach allem, was derzeit bekannt ist: nein. Courtney Love spricht über ein Soloalbum und nicht über eine neue Platte von Hole. Dass mit Melissa Auf der Maur eine frühere Hole-Musikerin beteiligt ist, macht daraus noch keine Band-Reunion. Auch Courtney Love selbst hat bislang keine Rückkehr von Hole mit neuer Platte angekündigt. Pitchfork beschreibt das kommende Projekt ausdrücklich als nächstes Soloalbum von Courtney Love.

Das ist mehr als eine Formalität. Hole ist für viele Fans untrennbar mit Courtney Love verbunden, doch gerade ein Soloalbum gibt Courtney Love die Möglichkeit, nicht permanent an „Live Through This“ oder „Celebrity Skin“ gemessen werden zu müssen. Komplett verhindern lässt sich der Vergleich natürlich nicht. Wer Courtney Love sagt, bekommt Hole praktisch kostenlos mitgeliefert.

Hole - Malibu

Hole - Malibu
Hole - Malibu
Folge 23 | 08.01.2026 | 46:24

Kurt Cobain – Zwischen Wahrheit und Wahn I

Am 8. April 1994 wird Kurt Cobain tot im Gewächshaus über der Garage seines Hauses in Seattle gefunden. Neben ihm: eine Schrotflinte, Heroin, ein Abschiedsbrief. Die Polizei spricht schnell von Suizid. Kurt ist zu diesem Zeitpunkt mit Nirvana einer der größten Rockstars der Welt. Gleichzeitig krank, abhängig und überfordert vom eigenen Ruhm. In "Kurt Cobain – Zwischen Wahrheit und Wahn I" sprechen Clemens und Fanny über Kurts Kindheit, den Ruhm mit Nirvana und seine letzten Wochen in 1994.
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Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Suizid.
Falls dich dieses Thema belastet oder triggern könnte, überlege bitte, ob du den Inhalt lesen oder mit einer unterstützenden Person gemeinsam darauf zugreifen möchtest.

Falls du selbst betroffen bist, bist du nicht allein. Es gibt Hilfe und Unterstützung. Wende dich bitte an deinen behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112.

Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

Folge 24 | 08.01.2026 | 55:39

Kurt Cobain – Zwischen Wahrheit und Wahn II

Kurt Cobain ist tot. Erschossen. Selbstmord. So stuft das Seattle Police Department den Fall jedenfalls schnell ein. Doch es gibt Menschen, die glauben da nicht daran. Richard Lee, ein Journalist, ist einer der ersten, der seinen Mordverdacht mit der Öffentlichkeit teilt. Tom Grant, ein Privatdetektiv, ist vielleicht einer der bekanntesten Suizid-Skeptiker von Cobain.

Über die Jahre haben sich viele Mythen und Verschwörungen um den Tod von Kurt Cobain angehäuft. In "Kurt Cobain – Zwischen Wahrheit und Wahn II" sprechen Clemens und Fanny ausführlich über alles, was auf den ersten Blick mysteriös erscheint und widerlegen diese Verschwörungen schnell, aber ausführlich, mit klaren Fakten.
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