Dr. Dre verteidigt KI in der Musikproduktion
Während viele Künstler KI in der Musik kritisch sehen, nutzt Dr. Dre die Technologie bereits selbst. Für ihn ist sie vor allem eines: ein neues kreatives Werkzeug.
Während viele Künstler KI in der Musik kritisch sehen, nutzt Dr. Dre die Technologie bereits selbst. Für ihn ist sie vor allem eines: ein neues kreatives Werkzeug.
Rap der 90s wird auch als "Golden age Hiphop" bezeichnet. Der Sound war noch experimentell und innovativ aber dennoch erfolgreich und beliebt. Auch Dr. Dre hört ihr hier!
Dr. Dre stellte in einem Interview mit der New York Times klar, dass er nichts gegen KI in der Musik hat. Im Gegenteil: Für ihn sei sie schlicht "ein neues Werkzeug für die Kreativität". Auf die Frage, ob er die Technologie selbst bei der Musikproduktion einsetzt, antwortete Dr. Dre klar: „Ja, ich benutze sie.“
Außerdem behauptet er, weitaus mehr Produzenten würden KI nutzen, ohne es zuzugeben. Er und Timbaland seien nur einige der wenigen, die offen mit dem Thema umgehen würden.
Es ist ein neues Werkzeug für die Kreativität. Manche Menschen haben Angst davor, Neues zu lernen. Ich begrüße es. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was daraus wird.
Die einzigen, die darin eine Bedrohung sehen, sind diejenigen, die Probleme damit haben, zu kreieren.
Dr. Dres Begeisterung steht im deutlichen Gegensatz zur Haltung anderer großer Künstler. Madonna beispielsweise lehnt den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Kunst ab.
„Algorithmen und künstliche Intelligenz sind das Gegenteil von Risikobereitschaft – und für mich ist das das Gegenteil von Kunstschaffen“, sagte sie im Gespräch mit „Vogue Italia“.
Wie kontrovers das Thema mittlerweile ist, zeigt sich auch bei Streamingplattformen. Spotify hat angekündigt, KI-Musik künftig speziell zu kennzeichnen. Entsprechende Inhalte sollen außerdem nicht mehr in Playlisten und Empfehlungen auftauchen.
Dr. Dre scheint der wachsende Widerstand jedoch nicht von seiner Haltung abzubringen. Für ihn entscheidet offenbar weniger die Technologie selbst darüber, ob gute Musik entsteht, sondern die Art, wie Künstler und Produzenten damit arbeiten.