Urteil im 2Pac-Fall: Keefe D kündigt Berufung an
Fast 30 Jahre nach 2Pacs Tod ist Duane „Keefe D“ Davis schuldig gesprochen worden. 2Pacs Familie zeigt sich erleichtert, Davis hält dagegen, kündigt Berufung an und gibt ein exklusives Interview.
Fast 30 Jahre nach 2Pacs Tod ist Duane „Keefe D“ Davis schuldig gesprochen worden. 2Pacs Familie zeigt sich erleichtert, Davis hält dagegen, kündigt Berufung an und gibt ein exklusives Interview.
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Auch der Jury dankte die Familie dafür, die Beweise aufmerksam geprüft zu haben. Dazu komme der Rückhalt von Freunden, Angehörigen und Fans. „Unser tiefster Dank gilt unserer Familie, unseren Freunden, unseren Liebsten und allen Fans von Tupac, die uns immer ihre Liebe und Unterstützung gegeben haben“, heißt es in dem Statement.
Gleichzeitig macht die Familie deutlich, dass das Urteil für sie keinen Schlussstrich unter 2Pacs Geschichte setzt. Seine Wirkung und sein Vermächtnis sollen weiterleben. Sekyiwa „Set“ Shakur, die Schwester des Rappers, war bei der Urteilsverkündung im Gerichtssaal und wischte sich nach dem Schuldspruch die Tränen ab.
Dass 2Pacs Vermächtnis bis heute weiterlebt, zeigt sich nicht nur an der Reaktion seiner Familie. 30 Jahre nach seinem Tod beschäftigt seine Musik noch immer Millionen Fans. Deshalb widmen wir ihm bei 90s90s einen ganzen Abend.
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Während 2Pacs Familie den Schuldspruch als lange erwarteten Moment erlebt, akzeptiert Duane „Keefe D“ Davis das Urteil nicht. In seinem ersten großen Interview nach der Entscheidung mit The Hollywood Reporter machte der 63-Jährige sofort klar, dass er auf eine Berufung setzt.
„Ich mache mir keine Sorgen. Ich komme durch die Berufung wieder raus“, sagte Davis. Seiner Meinung nach sei der juristische Gegenangriff sogar schon vor Prozessbeginn vorbereitet worden. Außerdem behauptet er: „Sie haben meine Bürgerrechte verletzt.“
Auch nach dem Schuldspruch beteuert Keefe D seine Unschuld. Auf die Frage, was er der Welt sagen wolle, antwortete er im Hollywood Reporter: „Ich bin unschuldig. Sie haben einen unschuldigen Mann im Gefängnis.“ Das Strafmaß soll am 13. Oktober verkündet werden. Davis droht eine lebenslange Haftstrafe.
Davis behauptet inzwischen, in der Nacht, in der 2Pac angeschossen wurde, überhaupt nicht in Las Vegas gewesen zu sein. Seine Version: Nach dem Boxkampf von Mike Tyson sei er mit seinem Mitbewohner in eine Bar in der Nähe der UCLA gegangen und anschließend nach Hause gefahren. Am nächsten Morgen habe er mit seinen Kindern gefrühstückt.
Belege für seine Aussage gibt es jedoch keine. Gleichzeitig gibt es aber auch weder Quittungen noch Telefonaufzeichnungen oder Augenzeugen, die eindeutig sagen, dass Davis tatsächlich in Las Vegas war.
Auch Suge Knight spielt in Duane Davis' Erzählungen eine Rolle. Knight saß beim Anschlag mit 2Pac im BMW und wurde selbst angeschossen. Davis behauptet im Interview, Knight könne bestätigen, dass er in jener Nacht nicht in dem Auto saß, aus dem die Schüsse abgegeben wurden. Deshalb fordert Davis ihn auf: „Er soll die Wahrheit sagen. Er weiß, dass ich in dieser Nacht nicht in diesem Auto war.“
2023 hatte Suge Knight bereits in einem Interview mit TMZ erklärt, dass die Behörden seiner Ansicht nach bei Davis falschlägen und er unschuldig sei. Knight stand auch auf der Liste möglicher Zeugen im Prozess, wurde jedoch nicht in den Zeugenstand gerufen.
Über Jahre hat Keefe D in Interviews, TV-Produktionen und seinem Buch „Compton Street Legend“ ausführlich über den Fall gesprochen. Heute widerspricht er diesen Aussagen. Gegenüber dem The Hollywood Reporter behauptet Davis, Teile seiner damaligen Geschichte seien vorgegeben gewesen. Er habe sich darauf eingelassen, weil Ermittler Druck auf ihn und sein Umfeld ausgeübt hätten.
Auch seine Beteiligung an „Compton Street Legend“ spielt er herunter. „Ich habe dieses Buch nie geschrieben“, sagt Davis. Ein Autor habe ihn gebeten, Geschichten aus seinem Leben zu erzählen und Fotos zur Verfügung zu stellen. „Ich habe das Buch nie gelesen oder überprüft. Sie haben auf dem Cover nicht einmal meinen Namen richtig geschrieben“, so Keefe D.
Seine damaligen öffentlichen Aussagen seien deshalb aus seiner heutigen Sicht kein Beweis dafür, dass er an dem Mord beteiligt gewesen sei.
Für Duane Davis ist klar: Nach der Strafmaßverkündung will er Berufung einlegen. Dann wird sich zeigen, ob und wie der Fall juristisch weitergeht.
Wer noch tiefer in die Geschichte von Tupac Shakur eintauchen will, hört sich die 11. Folge von „Pop Crimes“ an: „Tupac Shakur: Der Deal mit dem Teufel“. Die Episode erzählt von 2Pacs Aufstieg, seinem Erfolg als Rapper und dem immer stärkeren Einfluss von Gewalt, Gangkonflikten und Loyalitäten auf sein Leben, bis zu seinem Tod.
Update: September 2026
Fast 30 Jahre nach dem Mord an 2Pac, wurde Duane "Keefe D" Davis schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem früheren Gang-Anführer den Drahtzieher hinter dem tödlichen Angriff auf den Rapper. Das Strafmaß soll Mitte Oktober verkündet werden. Duane Davis hat bereits angekündigt Berufung einlegen zu wollen.
Ein Vertrag mit Death Row Records – und vielleicht mit dem Teufel.
Wenige Monate später ist 2Pac tot. Erschossen in einem fahrenden BMW in Las Vegas. Der Mord: bis heute ungeklärt.
Wie konnte einer der klügsten, leidenschaftlichsten Rapper seiner Zeit zum Symbol eines eskalierenden Kulturkampfs werden? Und warum bleibt sein Tod bis heute ein Mythos? Das hört ihr in der elften Folge "Pop Crimes".
Ihr wollt noch mehr über den Fall "Tupac Shakur – Der Deal mit dem Teufel" erfahren? Dann seid ihr im Deep Dive genau richtig. Hier gehen wir tiefer auf die Beziehung von 2Pac und Biggie ein und schauen uns die Ungereimtheiten rund um den verhängnisvollen Mord an Tupac Shakur nochmal genauer an. Was ist mit der Tatwaffe? Und wer steht aktuell für den Mord vor Gericht?
Stars, Hits und Skandale - darum gings in den 90ern gerne mal. Ein Jahrzehnt mit großartiger Musik und einer unfassbaren Popkultur. Aber dahinter verbirgt sich auch gerne eine dunkle Seite, mit Verbrechen und skandalösen Geschichten. Egal ob Snoop Dogg, Charlize Theron oder Kurt Cobain. Pop Crimes erzählt die wahren Geschichten hinter den Stars. Alle weiteren Infos zu den Fällen und exklusives Material findet ihr auf 90s90s.de
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