Paul van Dyk: Warum ihn Trends seit den 90ern kaltlassen
Paul van Dyk will junge Artists unterstützen und spricht über seinen 90s-Mentor Johnny Klimek, junge Producer und warum ihn TikTok-Techno nicht bewegt.
Paul van Dyk will junge Artists unterstützen und spricht über seinen 90s-Mentor Johnny Klimek, junge Producer und warum ihn TikTok-Techno nicht bewegt.
Er gehört zu einem der wichtigsten DJs überhaupt und hatte bereits in den 90ern großen Erfolg: Paul van Dyk verbindet bereits mehr als drei Jahrzehnte Musikgeschichte mit seinen Fans, aber er schaut auch ganz bewusst nach vorne. Mit der VANDIT Label Group startet der Berliner DJ und Produzent das Programm "VANDIT Next Generation", das junge Produzentinnen und Produzenten weltweit fördern soll.
Fünf ausgewählte Artists bekommen am Ende persönliches Mentoring von Paul van Dyk, Feedback zu ihren Tracks, Unterstützung bei Sound, Arrangement und künstlerischer Ausrichtung. Ausgewählte Produktionen können dann sogar offiziell über die VANDIT Label Group erscheinen.
Paul van Dyk beschreibt die Idee so: "Beim VANDIT Next Generation Programm geht es nicht nur um Musik. Es ist für mich eine Gelegenheit, die nächste Generation in der Dance Music Szene zu fördern." Junge Artists sollen ihre eigene Stimme finden und ihr Potenzial weiterentwickeln.
Auch Paul van Dyk hat mal klein angefangen. Und auch er hatte damals in den 90ern einen Mentor, der ihn unterstützte. Johnny Klimek hat unter anderem am Soundtrack zum 90s-Film „Lola rennt“ geschrieben, wurde für Paul van Dyk früh zu einer entscheidenden Figur im Studio.
Paul van Dyk sagt in einem Interview mit DJ Mag Germany über diese Zeit: "Von ihm habe ich das Produzieren von Musik und die Umsetzung meiner Ideen wirklich gelernt." Gleichzeitig merkte er schnell, dass man eine musikalische Idee nicht nur erklären kann. Wer nicht selbst weiß, wie etwas entstehen soll, landet schnell beim Nachbauen statt beim eigenen Sound.
Im Interview mit dem DJ Mag Germany macht Paul van Dyk klar, was er von schnellen Trends hält: "Mir ist es Wurst, was gerade der letzte Trend ist." Für ihn zählt die eigene musikalische Idee.
Diese Haltung kommt klar aus den 90s, als elektronische Musik für viele mehr war als nur ein Clubsound. Deshalb grenzt er sich auch deutlich von Musik ab, die vor allem für kurze Social-Media-Momente funktioniert: "Es gibt ja heute so was wie TikTok-Techno, wobei es nur um zehn Sekunden geht, die bei Social Media gut aussehen. Aber das ist als solches einfach scheiße und bewegt niemanden.“
Das neue "VANDIT Next Generation" Programm wirkt wie ein direkter Anschluss an Paul van Dyks eigene Geschichte. In den 90ern lernte er von Johnny Klimek, wie wichtig Technik, Idee und künstlerischer Wille sind. Heute will er genau diese Erfahrung weitergeben, ohne jungen Artists den eigenen Sound vorzuschreiben. Und es zeigt: Für ihn ist elektronische Musik kein Trend, sondern eher eine Art Haltung.
Die Loveparade ist die größte Technoparade der Welt gewesen. Aber natürlich haben die Macher mal ganz klein angefangen, mit 150 Menschen um genau zu sein. So eine immer größer werdende Parade bringt viel Gutes, aber auch negative Seiten zum Vorschein. Genau darum geht's in "The Story / Loveparade" - erzählt von DJ Anja Schneider. Viel Spaß!
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