S01E12 | Rhythm is a Dancer | Snap!
Was hat eine Zigarettenpause mit dem Song zu tun? Tom Wax spricht mit Luca Anzilotti über „Rhythm Is a Dancer“. Turbo B mochte den Track übrigens anfangs gar nicht.
Was hat eine Zigarettenpause mit dem Song zu tun? Tom Wax spricht mit Luca Anzilotti über „Rhythm Is a Dancer“. Turbo B mochte den Track übrigens anfangs gar nicht.
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„Rhythm Is a Dancer“ von Snap! gehört zu den prägenden Dance-Hits der 90er und steht für einen Sound, der die Eurodance-Ära entscheidend mitbestimmte. Der Track verbindet eine sofort erkennbare Synthesizer-Melodie mit druckvollem Bass, Four-on-the-Floor-Drums, der markanten Stimme von Thea Austin und dem Rap von Turbo B. Doch hinter dem scheinbar perfekt konstruierten Hit steckt eine Entstehungsgeschichte, die deutlich weniger geplant verlief, als das fertige Ergebnis vermuten lässt.
Denn wie wurde aus einer ursprünglich instrumentalen Nummer ein Song mit einer der bekanntesten Hooklines der 90er? Welche Rolle spielten Mike Oldfields „Tubular Bells“ und die Elektro-Hip-Hop-Band Nucleus bei der Idee für das Main-Riff? Und warum war „Rhythm Is a Dancer“ zunächst gar nicht als Single vorgesehen? Auch rund um den Gesang und Turbo Bs Rap erzählt die Geschichte des Songs von spontanen Entscheidungen, unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen und entscheidenden Momenten im Studio.
In dieser Folge von 90s90s DE:CODED trifft Tom Wax auf Luca Anzilotti, der gemeinsam mit Michael Münzing hinter Snap! stand. Anzilotti erzählt, wie das Duo damals produzierte, warum unfertige Ideen nicht lange aufgehoben wurden und wie sich „Rhythm Is a Dancer“ entwickelte. Dabei geht es auch um Thea Austin und eine Studiogeschichte, in der eine Zigarettenpause eine bemerkenswerte Rolle spielt. Tom Wax analysiert außerdem die Produktion: Kick und offene Hi-Hat, Top-Loops, Bass, Synthesizer-Figuren, Delay, ein reduziertes Akkordschema und schließlich das charakteristische Main-Riff.
Die Folge führt damit nicht nur zurück in die Musikgeschichte der frühen 90er, sondern zeigt auch, wie anders elektronische Musik damals produziert wurde. Anzilotti berichtet von Bandmaschinen, MIDI-Delay und technischen Lösungen aus einer Zeit, in der heutige virtuelle Instrumente noch Zukunftsmusik waren. Selbst die Entstehung von VST-Plugins wird im Gespräch zum Thema.
90s90s DE:CODED zeigt, wie viele einzelne Ideen, Zufälle und Entscheidungen hinter einem scheinbar vertrauten Klassiker stecken. Wer „Rhythm Is a Dancer“ schon unzählige Male gehört hat, kann den Snap!-Hit nach dieser Folge mit anderen Ohren hören und erfährt von einem der Beteiligten, wie der Track tatsächlich entstand.
Passend zum Sound von Snap! könnt ihr hier unser 90s90s EURODANCE Radio starten.