Mary J. Blige erobert Las Vegas mit eigener Residency
Soul, Storytelling und große Gefühle: Mary J. Blige zieht mit ihrer ersten Residency nach Las Vegas und reiht sich damit in eine lange Entertainment-Tradition ein.
Soul, Storytelling und große Gefühle: Mary J. Blige zieht mit ihrer ersten Residency nach Las Vegas und reiht sich damit in eine lange Entertainment-Tradition ein.
In den 90ern revolutionierte der "Contemporary RnB" die Musikwelt mit einem Mix aus Pop und HipHop. Künstler wie Brandy, Aaliyah, Boyz II Men, Lauryn Hill, Erykah Badu und TLC dominierten die Charts. Dieses Radio präsentiert ihre Hits.
Nach dem Super-Bowl-Halftime-Auftritt 2022 mit Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem und Kendrick Lamar, mehreren Grammy-Nominierungen, der Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame und ihrem 15. Studioalbum „Gratitude“ ist Mary J. Blige präsenter denn je. Auch live: Ihre „For My Fans“-Tour zählte zu den umsatzstärksten R&B-Tourneen des letzten Jahres. Da kommt eine Vegas-Residency wie gerufen.
Las Vegas ist seit Jahrzehnten eng mit dem Residency-Konzept verbunden. Schon ab den 1940er-Jahren traten Stars regelmäßig in Casinos auf. Später prägten Namen wie Frank Sinatra oder Elvis Presley das Bild der Stadt als Musik-Metropole mit festen Engagements. Mit der Eröffnung des Mirage 1989 kam neuer Glanz in die Stadt.
Vor allem die Siegfried & Roy-Shows in den 90ern lockten Zuschauer in die Metropole. Musikalisch sah es im Jahrzehnt allerdings eher mau aus: Große Pop- und Rockstars mieden Vegas, und Residencies hatten oft den Ruf eine Karrieresackgasse zu sein. Die 90er standen deshalb eher für große Entertainment-Show und den Wandel zur „City of Entertainment“.
Den entscheidenden Image-Wechsel schaffte dann Céline Dion. Als sie 2003 mit „A New Day“ in Las Vegas startete, war sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Über fünf Millionen Besucher und ein Rekordumsatz machten klar: Eine Residency ist keine Sackgasse mehr. Mittlerweile werden Stars für ihre Residencies in Las Vegas wieder gefeiert, so auch Mary J. Blige.