Sixpence None the Richer auf Europa-Tour
Leigh Nash und Matt Slocum bringen „Kiss Me“ 2026 zurück nach Europa – und diesmal wird’s richtig groß.
Leigh Nash und Matt Slocum bringen „Kiss Me“ 2026 zurück nach Europa – und diesmal wird’s richtig groß.
Das Special Radio mit dem coolen Millennium Sound!
Sixpence None the Richer starten im September 2026 ihre „First Proper EU/UK Tour“ mit 23 Shows. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Für 90s-Fans ist das die seltene Gelegenheit, „Kiss Me“ live im Original-Setting zu erleben.
Hinter Sixpence None the Richer steckt eine Bandgeschichte, die typisch 90er ist – nur ohne die üblichen Skandale. Gegründet wurden sie 1992 in New Braunfels, Texas, von Matt Slocum und Leigh Nash. Das Duo baute seinen Sound zwischen Alternative-Pop, Gitarren-Indie und einer Melancholie, die nicht düster sein will, sondern eher wie ein Sonnenuntergang klingt. Sozusagen Anti-Grunge. Später zog es die Band nach Nashville – ein Schritt, der den Sound polierte, aber den Kern nicht weichgespült hat. Genau dieses Spannungsfeld machte Leigh Nash zur perfekten Stimme für „Kiss Me“
Was viele bei Sixpence None the Richer bis heute überrascht: Die Band hat tatsächlich Wurzeln im kirchlichen Umfeld. Matt Slocum und Leigh Nash lernten sich Anfang der 90er bei einem kirchlichen Retreat kennen – und die ersten Schritte der Band liefen zunächst über christliche Indie-Strukturen, bevor sich der Sound Richtung Alternative-Pop öffnete. Selbst der Name Sixpence None the Richer ist ein ziemlich direkter Hinweis auf diese Herkunft: Er stammt aus C. S. Lewis’ „Mere Christianity“ und beschreibt das Paradox, dass ein Geschenk zwar vom Vater bezahlt wird, aber trotzdem echten Wert hat. Genau diese Mischung aus Spiritualität, Introspektion und Indie-Ästhetik war damals eher Szene als Charts – umso wilder, dass Leigh Nash später mit „Kiss Me“ plötzlich in der globalen Pop-Mitte landete, ohne die eigene Handschrift komplett zu verlieren.
Der Song wurde Ende der 90er zum globalen Hit – und landete gleichzeitig in einer ganzen Reihe von Filmen und Serien. Das Interessante ist: „Kiss Me“ klingt heute immer noch nicht alt. Es ist Pop, aber nicht geschniegelt. Romantik, aber nicht schmalzig. Und genau deshalb funktioniert er live wahrscheinlich sogar besser als im Kopfhörer. Leigh Nash ist dabei nicht nur „die Stimme von damals“, sondern schlicht eine Sängerin, deren Stil sich nie anbiedern musste.
Leigh Nash und Sixpence None the Richer kommen genau dann, wenn „kleiner, echter, songorientierter Pop“ wieder Spaß macht. Das wird sicher einfach ein verdammt guter Abend.