Als Madonna Mitte der 90er an einem neuen Album arbeitete, war sie auf der Suche nach einer musikalischen Neuausrichtung. William Orbit kannte sie bereits: Anfang des Jahrzehnts hatte er Remixe von „Justify My Love“ und „Erotica“ produziert. Für „Ray of Light“ arbeiteten beide schließlich intensiv zusammen.
William Orbit verband elektronische Sounds mit Breakbeats, Gitarren, Techno, Trance und Einflüssen aus Trip-Hop und Jungle. Daraus entstand ein Sound, der sich deutlich von Madonnas vorherigen Produktionen unterschied. Zu den Songs des Albums gehören „Frozen“, „The Power of Good-Bye“ und der Titelsong „Ray of Light“.
Madonna bezeichnete Orbit später als „komplett verrücktes Genie“. Sie brachte Melodien, Texte oder musikalische Ideen mit, Orbit setzte sie im Studio um – und schlug dabei laut Madonna auch immer wieder völlig andere Richtungen ein. Manche Stücke seien zunächst achtminütige Trance-Tracks gewesen, bevor daraus klassische Popsongs mit Strophen und Refrains wurden.
„Ray of Light“ wurde weltweit ein großer Erfolg und brachte Madonna 1999 drei Grammys ein. Für Orbit bedeutete das Album endgültig den Durchbruch als international gefragter Popproduzent.