C+C Music Factory (1991)
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C+C Music Factory (1991)
25.08.2026

C+C Music Factory: 30-Millionen-Streit eskaliert

Seit Jahren streiten Robert Clivillés und Freedom Williams um den Namen C+C Music Factory. Jetzt fordert Clivillés bis zu 30 Millionen Dollar und will Williams die Marke entziehen.

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Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now) (Official HD Video)
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Wem gehört der Name C+C Music Factory eigentlich?

Robert Clivillés argumentiert, dass die beiden Cs im Bandnamen für ihn und seinen 1995 verstorbenen Partner David Cole stehen. In seiner Klageschrift heißt es: „Der Name C+C Music Factory steht für Clivillés and Cole Music Factory. Er bezieht sich ausschließlich auf Robert Clivillés und David Cole.“ 

Clivillés sagt, er und Cole gründeten das Projekt C+C Music Factory 1990 in New York und schlossen bereits einen Vertrag mit Sony Music, bevor später beteiligte Sängerinnen und Sänger dazukamen. Williams sei deshalb nie Mitgründer oder Eigentümer gewesen, sondern lediglich als Gast-Rapper oder engagierter Sänger an einzelnen Aufnahmen beteiligt.

Allerdings betrifft das ausgerechnet einige der bekanntesten Songs wie "Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)", "Here We Go" und "Things That Make You Go Hmmm…". Clivillés vergleicht das Prinzip in seiner Klage mit Produzenten wie David Guetta oder Calvin Harris: Gastmusiker können auf einem Song eine entscheidende Rolle spielen, werden dadurch aber nicht Eigentümer des Namens, unter dem die Aufnahme erscheint.

Die Story hinter "Gonna Make You Sweat"

Freedom Williams (2023)
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Freedom Williams (2023)

Welche Rolle hatte Freedom Williams bei C+C Music Factory?

Nach den Angaben in der Klageschrift unterschrieb Williams Anfang 1990 einen Vertrag mit dem Unternehmen von Robert Clivillés und David Cole. Darin soll er ausdrücklich als engagierter Gastsänger geführt worden sein und nicht als Mitglied von C+C Music Factory.

Clivillés sagt außerdem, Freedom Williams wollte bereits 1991 aus dieser Zusammenarbeit aussteigen. Der Vertrag endete dann 1992 und Williams begann eine Solokarriere. Nach dem Tod von David Cole schloss Clivillés im Oktober 1996 eine Vereinbarung mit Coles Nachlass: Clivillés soll das alleinige Recht haben, den Namen C+C Music Factory kommerziell zu nutzen.

Laut Clivillés tritt Freedom Williams seit 1996 ohne seine Erlaubnis unter diesem Namen auf. In der Klage heißt es, Williams habe über die Jahre zwischen 5.000 und 10.000 Dollar pro Auftritt kassiert.

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Freedom Williams (2018)
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Freedom Williams (2018)

Warum hat Freedom Williams trotzdem die Markenrechte?

Falls ihr euch fragt, warum genau Freedom Williams überhaupt diese Markenrechte hat, wird es jetzt etwas juristisch: 2005 ließ Williams zunächst "C AND C MUSIC FACTORY" als Marke auf seinen Namen eintragen. Diese Registrierung wurde 2012 gelöscht, weil eine Erklärung zur Nutzung der Marke nicht eingereicht worden war.

2014 stellte seine Firma Freedom Williams Entertainment einen neuen Antrag für "C & C MUSIC FACTORY". 2015 wurde die Marke offiziell eingetragen. Clivillés behauptet, Williams habe dabei gegenüber dem US-Markenamt falsche Angaben gemacht: Er sei rechtmäßiger Eigentümer der Marke und niemand sonst habe Anspruch auf deren Nutzung.

Genau das stimmt laut Clivillés‘ Klage nicht: „Diese Angaben waren falsch. Clivillés schuf die Marke 1990 und hat sie seitdem kontinuierlich geschäftlich genutzt. Williams wusste das.“

Seit wann läuft der Streit um C+C Music Factory?

Neu ist dieser Streit also überhaupt nicht. Bereits im Dezember 2016 versuchte Robert Clivillés, Williams die Markenregistrierung wieder aberkennen zu lassen. Das Verfahren vor dem Trademark Trial and Appeal Board endete allerdings im Juni 2018.

Allerdings nicht, weil die Behörde entschieden hätte, dass Williams inhaltlich recht hat. Der damalige Anwalt von Clivillés versäumte eine vorgeschriebene schriftliche Einreichung. Daraufhin wurde das Verfahren endgültig abgewiesen. Clivillés betont deshalb, dass die eigentliche Frage nach dem rechtmäßigen Eigentümer nie inhaltlich entschieden wurde.

Williams' Seite sieht genau das anders. Sein Anwalt Charles F. Schmitt sagte gegenüber Billboard: „Gerichte betrachten eine endgültige Abweisung normalerweise als vollständige Entscheidung. Man bekommt nicht einfach eine zweite Chance.“ Schmitt hält die neue Klage deshalb für unbegründet.

Was will Robert Clivillés vor Gericht erreichen?

Clivillés fordert nicht nur Geld. Sein eigentliches Ziel ist die vollständige Kontrolle über C+C Music Factory. Das Gericht soll die Markenregistrierung von Williams löschen, ihm die weitere Nutzung des Namens untersagen und Clivillés die Kontrolle über den bisherigen Instagram-Account übertragen.

Auch "Into the Future" soll verschwinden. Zusätzlich hat Clivillés eine einstweilige Verfügung beantragt, damit Williams den Namen möglichst schon während des laufenden Verfahrens nicht weiter verwenden darf. Williams‘ Anwalt Charles F. Schmitt erklärte gegenüber Billboard, er sehe keine Grundlage für diese Klage.

Nach fast drei Jahrzehnten Streit um den Namen könnte nun ein Bundesgericht darüber entscheiden, wie weit Clivillés mit seinen jetzigen Forderungen kommt.

C+C Music Factory - Things That Make You Go Hmmmm...

C+C Music Factory - Things That Make You Go Hmmmm... ft. Freedom Williams
C+C Music Factory - Things That Make You Go Hmmmm... ft. Freedom Williams